Sonntag, 21. Juni 2009

Tonga III - ein Spaziergang

Mir haben es auf Tonga besonders die Frangipanibäume mit ihren wunderschönen und unglaublich duftintensiven Blüten. Die 5 Blütenblätter überlappen sich übrigens immer im Uhrzeigersinn, sagt Wikipedia. Komisch, für mich sieht das nach gegen den Uhrzeigersinn aus... Außerdem sind die Blüten radiärsymmetrisch. Ha, da staunt ihr aber, was?

Wir waren am 2. Tag bei einem Rugbyspiel Tonga gegen Fiji. Das war lustig. Die Tonganer sind ja eher... gemütlich. Und so war das Spiel auch. Und die Fans. Ein bisschen rennen und anfeuern muss reichen. Hat es auch, es war sehr entspannt, auf der Wiese zu sitzen in der Sonne und es sich mit ein paar Erdnüssen gut gehen zu lassen. Ums Stadion herum waren alle Bäume voll mit Zuschauern.

Später habe ich meine ersten Schweine der Insel gesehen. Juhu! Viele, viele folgten. Ein Tonganer, der was auf sich hält, hat im Garten nämlich ein paar Hähne, ein dickes Schwein und ein paar Hunde. Egal, wohin man seinen Schritt wendet, man kommt immer an einem Friedhof vorbei. Die Gräber werden hoch aufgeschüttet und mit Plastikblumen bunt geschmückt. Im ersten Moment fand ich es gruselig hässlich und das ist es auch, aber irgendwie finde ich die Idee schön.

Das Stadion:



Ein Friedhof:




Frangipani:





Schweinchen:


So hat Joe, der Hund unseres Guesthouses, immer geschlafen:

Tonga II - Tongan Dinner Show

Den ersten Tag auf der Insel verbrachten wir mit sehr einem Bummel durch die Hauptstadt Nuku'alofa. Abends haben wir dann ganz dem Touristenstatus gefrönt und uns zu einem South Pacific Dinner mit anschließender Tanzvorführung am Oholei Beach bringen lassen. Das Essen war großartig. Mir hat es besonders der rohe Fischsalat angetan, Malte war sehr in Spanferkel verliebt. Serviert wurde in Bananenpalmenrindeninnenseite. Der Tanz fand in einer Höhle, der Hina Cave, statt. Alles sehr traditionell. Es war ein schöner erster Abend!

Die Band:



Das Essen, präsentiert von Friendly Islandern:




Der Strand:


Der Tanz:




Tonga I - Impressionen

Wundervoller, wohl verdienter Urlaub! Angeblich sollte der LLM doch so eine halbe-Pobacken-Geschichte sein... Pustekuchen. Da steckt schon Arbeit drin. Aber es macht ja auch Spaß. Definitiv mehr als das olle Studium in Deutschland. Aber das ist ein anderes Thema.


Tonga. Eigentlich vom 11.6., nun aber vom 12.6. - 18.6.

Und das kam so:
Flug von Welli nach Auckland am 10. (nach einer fabelhaften Reinfeierung in Maltes Geburtstag), 2 Std. Verspätung, aber gut. Nacht in einem kleinen Hostel in der Nähe, nett. Flug am nächsten Morgen um 7am, was Abfahrt um 5am bedeutet, also Aufstehen um kurz nach 4am. Das macht nicht sooo viel Spaß, aber wir wollten ja gern nach Tonga. Abflug planmäßig. Ich schlafe selig ein... ich wache auf und sehe Land unter uns. Na, denk ich mir noch, das sieht moderner aus, als ich dachte. Da ist das doch tatsächlich wieder Auckland. Wir waren auf halbem Weg umgekehrt, weil etwas mit der Klimaanlage nicht stimme, das man auf Tonga nicht reparieren könne. Nicht glaubwürdig, wenn ihr mich fragt, aber ich will auch ehrlich gesagt gar nicht genauer wissen, ob und wenn ja wie doll wir in Lebensgefahr geschwebt haben. Aber mal ehrlich: Klimeanlage? Nee.

Zurück in Auckland haben sie 4 Stunden gebraucht, um rauszutüfteln, dass der Flieger heute gar nicht mehr fliegt, und damit jede reelle Chance zerstört, sich eventuell noch einen Tag Auckland anschauen zu können. Wir wurden in einem netten, sterilen Standard-Flughafenhotel einquartiert. Neuer Abflugtermin 12., 5am, was Abfahrt um 3am bedeutete und einen Weckruf um die angenehme Zeit 2am. Das klappte dann aber auch ganz fein. Auf der Rückreise fanden wir raus, dass sich andere Leute einen Gutschein über 190 NZ$ erquengelt hatten, was Malte dann auch sofort professionell (hat ja bei der offiziell schlechtesten Krankenkasse Deutschlands gearbeitet) in Angriff nahm. Der nächste Trip ist also in Planung und wir fliegen wieder vertrauensvoll Pacific Blue.

Tonga, the place where time begins, ist eine konstitutionelle Monarchie, mit Betonung auf Monarchie. Es ist 748 km² groß und hat etwas mehr als 100.000 Einwohner, auf die etwa 300 Kirchen kommen. Sonntags darf man eigentlich nur essen, in die Kirche gehen und schlafen. So ziemlich alles Andere ist verboten. Es hat eine Universität, unendliche viele Schulen, viele davon - man ahnt es schon - kirchlich getragen, und eine Alphabetisierungsrate von sensationellen 98 %. Alle Tonganer, die wir getroffen haben, sprachen wirklich gut Englisch und hatten einen wachen Blick. Das hat mich sehr angenehm überrascht (ich muss es gestehen). Die Menschen sind so freundlich und machten überwiegend einen zufriedenen Eindruck. Das schafft eine sehr harmonische Atmosphäre. Es wurde auch nicht versucht, uns trottelige Touristen auszunehmen. (Oder aber, sie haben es so geschickt gemacht, dass wir es nicht gemerkt haben und das ist dann ja auch gut.) Tonga ist ein Archipel, das aus 169 Freundschaftsinseln besteht. Die wurden so von Captain James Cook um 1773 getauft, weil er sich so warmherzig willkommen geheißen fühlte. Gut, dass er nicht wusste, dass die Tonganer hinter seinem Rücken ein Festmahl mit ihm als Mahl planten. Das klappte dann aber doch nicht und so bleiben es bis heute die Friendly Islands. Das ist nicht nur des Rufs wegen vorteilhaft für die Tonganer. 1777 kehrte Cook zurück und brachte dem Königshaus als Geschenk eine Schildkröte mit. Tu'Imalila wurde 189 Jahre alt und überlebte sogar ein Feuer. Als sie starb, wurde sie so schmerzlich vermisst, dass man sich eine Neue anschaffte.

Erster Eindruck: Warm, staubig, gammeliger, kleiner Flughafen. Man darf natürlich keine Speisen oder so einführen. Aber ich schwöre Stein und Bein, dass ich gesehen habe, wie ein Kerl dem Zollmann Dollars in die Hand gedrückt hat. Wofür oder wogegen die waren, weiß ich natürlich nicht. Aber wundern tut es einen schon.

Draußen wartete Peter (siehe unten) auf alle Gäste die zu Toni's Guesthouse wollten. Die Ankunft dort war angenehm. Bei dem billigsten Guesthouse der Insel (10 € die Nacht für uns zusammen) in einem dritte Welt Land hatte ich mit Vielem gerechnet. Vor allem mit schäbig. Aber nichts dergleichen! Einfach ja, aber nicht heruntergekommen, sondern im Gegenteil liebevoll gepflegt. In der Lounge nette Leute, unser Zimmer sauber und süß, die ganze Anlage wirklich hübsch. Das mag allerdings, ich kann es nicht leugnen, daher rühren, dass Toni Brite ist.

Alles in allem kann man zusammenfassend sagen, dass es einer der schönsten Urlaube war, die ich je erlebt habe. Tonga entfaltet seine Schönheit erst auf den zweiten Blick und einen Teil des Reizes stellen sicherlich die Menschen dar. Aber dann bezaubert es einen mit seinem Liebreiz. Ja, Liebreiz! Trotz des Mülls am Straßenrand. Ihr werdet verstehen, denn weitere, detailreichere Posts folgen. Hier erste vermischte Impressionen unseres wunderbaren Urlaubs:

Der Königspalast und das Tor:



Glückliche Urlauber:




Unser Domizil:

Dusche:



Fischmarkt - nur medium verlockend


Beliebter Snack:


Letzter Abend - von links vorne einmal rum nach rechts vorne:
Bobby (Canada), Malte, Vergessen, Cris (England), Ich, Peter (Tonga, unser Fahrer)
- schrecklich gemütliche Runde, es war soo schön!


Sonnenaufgang aus dem Flugzeug nach Hause:


Montag, 18. Mai 2009

Was zum gucken und staunen und neidisch werden

Der überaus begabte (Kamera)Mann an meiner Seite war produktiv.
Das ist doch noch besser als Fotos, oder?

(Oma: Einfach auf den link klicken und dann weiter auf eins der 4 Videos. Bist doch jetzt ein Internetprofi! :-D Und es ist auch ziemlich selbsterklärend.)

=> http://www.vimeo.com/user1636984/videos

Sonntag, 19. April 2009

Zwischeneintrag: Carnival Video

Juhu, das Carnival-Video ist fertig! Bidde schön:


Sonntag, 12. April 2009

Tag 44 - 29.03.

Heute mal Vermischtes. Was grad so an Fotos da war.


Erster Tag mit der geliebten Mutter. Ausflug auf den Mt. Vic, damit mal gleich klar ist, dass das hier Urlaub mit Natur und so wird. Wir sind halb über den Mt. Vic gewandert, um auf der anderen Seite in Hataitai zu frühstücken. Unsere obligatorischen 1000 Schritte, die man nach dem Essen tun soll, hatten alle eine geschätzte 45° Neigung. Erst nach ganz oben auf den Lookoutpoint des Mt. Vic (davon habt ihr schon Fotos gesehen), dann wieder runter. Dabei wurden wir von verrückten Fahrradfahrern überholt, die sich in halsbrecherischer Geschwindigkeit die steilsten Abhänge mitten durch den Wald hinunterstürzten. Das, so scheint mir, ist hier ein verbreiteter Volkssport. Unser kurzzeitiger Mitbewohner Alistair, dessen Abteilung in der Bank leider gestrichen wurde und der deswegen nun zu seinen Eltern zieht - wir haben also wieder ein Zimmer frei -, war auch so einer. Seine 3 Bikes standen neben seinem Bett.

Ich werde Alistair sehr vermissen! So einen wundervollen Mitbewohner finden wir so leicht nicht wieder. Um ehrlich zu sein, finden wir gar nicht leicht einen Mitbewohner. Die Zimmer sind für einen Single, der nicht grade das 11. Kind eines reichen Saudis ist, wegen der unglaublich guten Lage einfach zu teuer. Aber das kann uns herzlich gleichgültig sein, denn wir haben ja nur unser Zimmer gemietet. Wenn der andere Raum leer steht, haben wir das Bad unten für uns. Yay!

Aber wie gesagt, Alistair war ausgesprochen pflegeleicht. Er stand früh auf, war leise, kam abends heim, um sich sofort auf eines seiner Räder zu setzen und düste wieder los. Wir haben ihn gelegentlich in der Küche getroffen und uns wirklich nett unterhalten. Es war ungemein praktisch einen Kiwi hier wohnen zu haben, denn er kannte sich natürlich aus. Und wir haben Kiwi-Akzent an ihm geübt, da war er sehr geduldig. *seufz* Er wollte sich auch um einen Stromanbieter kümmern. Wir bezahlen nämlich immer noch nichts für power. Irgendwie hat es sich nicht so recht ergeben, dass wir rausfinden, von wem wir grade Strom beziehen. Wir sind uns auch nicht ganz sicher, welcher der Zähler zu unserem Haus gehört. Entweder 6, weil wir Hausnummer 6 sind, oder 3, weil wir das dritte Haus in der Reihe und somit Unit 3 sind. Man weiß es nicht. Nun haben wir uns einstimmig darauf geeinigt, dass wir mal kiwi-style üben und abwarten, bis der Strommensch auf uns zukommt. Da auf unserem Mitvertrag nicht steht, wann wir eingezogen sind, erscheint uns das eine günstige Lösung.

Aber ich bin vom Thema abgekommen. Wir waren also frühstücken. Das war alles ganz wunderbar und es ist natürlich großartig, Mama da zu haben. Nicht zuletzt wegen der tollen Fotos, die sie macht, und mit denen geht es jetzt auch los.

Zunächst die weltbeste WG - meine!
Von links nach recht: Malte, Johanna, Susana, Claudio, Fares




Ausblick:

Die Stufen im Hintergrund müssen wir noch rauf. Irgendwie.

Das Te Papa von oben:


Selbsterklärend:


Wellingtons waterfront:









Ziemlich weit oben auf unserer Liste mit Dingen, die wir noch essen wollen:

Brunnen in der Cuba St.: